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Ein Sonntag in Itigi

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 Heute geht es schon vor dem Frühstück, das ich ohnehin bisher immer ausgelassen hatte, los in den Süden. Um sechs Uhr werde ich abgeholt und fahre mit dem General Secretary Shadrack Langu nach Itigi. Ein Ort, den ich auch noch nicht kenne.  Weil man ja so schnell die Orientierung verliert, hier mal eine Karte der bisherigen Orte: Es sind 117 km zu fahren und sonntags morgens kommt man auch ganz gut voran. Zwischenzeitlich beruhige ich mich immer mit dem Satz "er weiß, was er tut.... Wir kommen jedenfalls pünktlich zum Gottesdienst beginn an. Naja, ohne ihn hätte er eben auch nicht angefangen. :-) Noch vor der Kirche hören wir einen Chor. Im Gottesdienst sind dann vier tolle Chöre beteiligt.  Nach zwei Stunden, die keineswegs lang wirkten, stelle ich fest, dass wir noch gar nicht bei der Predigt angekommen sind. Ich kann dem gesprochenen Wort nur folgen, weil Pastor Manase Daffi für mich aus dem Swahili ins Englische übersetzt. Wieder bin ich etwas betreten, weil ich noch...

Abschlussfeier in Kiomboi

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 In Kiomboi befindet sich eine der Ausbildungsstätten für Theologen der Zentraldiözese. Das Seminar hat schon eine lange Tradition. Man kann von Gemeindehelfer:In, Evavangelist bis zum Diplom in Theologie alle Abschüsse erwerben. Der Ort liegt etwa 75 km von Singida entfernt, allerdings sind es doch etwa 2 Stunden Fahrtzeit.  Morgens um 8 Uhr brechen wir nach Kiomboi auf. Es wird ein großer Tag. Die gesamte Kirchenleitung ist vor Ort, um die Graduierung der erfolgreichen Studenten vorzunehmen.   Eine etwa 4 stündige Feier, mit Grußworten des Generalsekretärs Shadrack Langu, des Assistenten des Bischofs, Dr. Zephania Shila und des Bischofs, Dr. Syprian Hilinti bilden den Rahmen. Wobei Bischof Hilinti seine Rede mit den Worten beginnt: 'Meine Rede hat zwei Teile, der erste Teil wird von unserem Gast aus Deutschland kommen.' Ooops! Zum Glück ist es nicht mein erster Besuch in Afrika und auf sowas muss man immer gefasst sein. Und noch glücklicher ist, dass ich heute Morg...

Von Arusha nach Singida

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Aus der 600000 Einwohner Stadt geht es heute weiter in die Zentraldiözese nach Singida. Ich lerne heute, dass ich in der Diözese der Rainman genannt werde, weil es seit meiner Ankunft regnet. Irgendwie glaube ich, dass diese Glückssträhne nicht anhält. Apropos Lernen: Der Name Arusha stammt wohl von einem in der Region lebenden Massai Stamm Um zehn Uhr brechen wir auf, nur noch schnell eine SIM Karte besorgen…. Pole, pole! Schnell geht hier gar nichts. Nach einer Stunde fragt der Mitarbeiter, ob es auch ok sei, wenn die Karte nur drei Monate funktioniere?! Ich sage ihm, auch zwei Wochen wären ausreichend. Da hellt sich sein Gesicht auf und es geht danach sehr schnell. Mit Online-Zugang ausgestattet ziehen wir nun also los. Inzwischen regnet es wie aus Eimern, wir arbeiten uns durch den Berufsverkehr, Die Straße führt uns gen Süden. Bei dem Wetter scheinen mir so manche Fahrmanöver doch sehr gewagt. Wieder bin ich froh, doch nicht selbst zu fahren. Die fünf-stündige Fahrt vergeht wie im...

Angekommen

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Angekommen! Zumindest in Arusha! Der Flug war, nachdem wir Europa hinter uns gelassen haben, sehr ruhig. Alles klappte gut, so dass ich gegen 22:00 Uhr am Flughafen Kilimanjaro gelandet bin.  Sofort bildeten sich lange Schlangen bei der Passkontrolle. Ich musste aber zunächst noch zum „Visa on Arrival“ Schalter. Man muss das eVisa 72 Stunden im Voraus beantragen, das hatte ich verpasst. Nun aber stellte es sich als Glücksfall heraus: als Erster an diesem Schalter ging es ganz fix. Die 50$ hatte ich dabei und -Schwupp- war ich an der Schlange vorbei. Super. Das Gepäck stand auch schon aufgeräumt in der Gepäckhalle. Wunderbar. Doch dann kam ich zum Zoll. Das Gepäck wird durchleuchtet und dann die Frage: „Sind sie Musiker?“ „Ist das Ihr Instrument?“ „Können Sie es spielen?“ na, ein kurzes „Oh when the Saints“ überzeugte alle, dass ich sowohl für die Kirche unterwegs bin, als auch spielen kann :-) Pastor Peter Hezekiel erwartete mich direkt am Ausgang. Eine Stunde Fahrt nach Arusha, ei...

Einfach mal frische Luft

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Flughäfen haben ja so ihr eigenes Mikroklima. Ein bisschen überheizt, trockene Luft und ein Geruch von altem Kaffee und Pappsandwich in der Luft. Außer beim Duty-free Parfüm Shop natürlich, da wird man quasi betäubt von lieblichen Düften. Ein bisschen so, als würde man ein zartes, verspieltes Harfensolo mit zehnfacher Lautstärke über eine Stadionanlage in den Zuschauerraum ballern. Betörend sind die Düfte dann nicht auf subtile Art und Weise, sondern weil man quasi in Ohnmacht fällt. Also auch irgendwie „umwerfend“. Da wünscht man sich mal kurz ein bisschen frische Luft. Davon gibt es draußen gerade sehr viel. Sturmwarnung. Der Abflug ist zunächst verschoben. „Sun seekers- do your thing!“ - witzig!!! Update: nun geht es doch los. Yeah!!

Der frühe Vogel….

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…. will gerne länger schlafen. Was interessiert einen um diese Uhrzeit schon ein Wurm.  Allerdings gab es heute morgen schon einige lange Schlangen. Erst beim Check-in um 4:30 Uhr: Es hatte sich jemand einchecken wollen, dessen Flug erst morgen ist. Er bestand darauf, dass heute der dritte November sei und zeigte sich sehr uneinsichtig. Nach 30 Minuten sah er zumindest ein, dass in Hamburg alle davon überzeugt sind, dass heute der 2.11. ist. Ich weiß nicht, ob er nun überzeugt ist, oder nur aufgegeben hat. In seinem System hat er immerhin einen Tag gewonnen. Die zweite Schlange war bei der Sicherheitskontrolle. Sowohl mein Reiseeuphonium, als auch meine Kameratasche haben den speziellen Drogen- und Sprengstofftest gewonnen. Aber, wie zu erwarten war, konnte ich rechtzeitig ins Flugzeug. Los geht‘s also! 

Bürotag und Aufbruch

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Ein letzter Bürotag vor dem Abflug. 14:51 Uhr geht es über Stralsund nach Hamburg. Morgen früh geht dann der Flug über Amsterdam zum Kilimanjaro. Hach, ich freue mich auf die neuen Eindrücke!