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Landen in London

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 Heute geht es in ein Missionsgebiet. Was das heißt und wie die Kirche hier vor geht war sehr interessant. Wir fahren in den 'Ort' London. Der Ort ist auf meinem Googlemaps nicht zu finden. Es gibt einen Ort in der Nähe, nämlich Kisemwa, den ich zur Orientierung in die Karte eingetragen habe (s.u.). Angefangen hat die Missionsarbeit mit einem Pastor, der vereinzelt Menschen außerhalb seines Gemeindegebietes gewonnen hat. Damit beginnt die Missionsarbeit. Eine solche Keimzelle beginnt sich regelmäßig zu treffen, baut sich eine "Station", quasi einen Multifunktionsraum, der als Kirche ebenso wie als Treffpunkt genutzt wird. Irgendwann wird ein Evangelist (vielleicht bei uns ein Lektor) dorthin entsandt, Gemeindehelfer und schließlich auch ein Pastor. Immer in Etappen, ja nachdem wie zahlenmäßig stark die Gemeinde gewachsen ist. In dem Missionsgebiet um London erstrecken sich die Stationen zur Zeit in alle Himmelsrichtungen um etwa 42 km. Verbunden sind sie durch ein Net...

Kijota Hull High School

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 Die schlimme Nachricht erreicht Shadrack, den Generalsekretär der Diözese, dass eine Pastorin in der Nacht überraschend verstorben sei. Man merkt allen die Betroffenheit an. Viel muss nun organisiert werden. Die Trauerfeier soll am Freitag stattfinden. Der Generalsekretär ist am Dauertelefonieren. Trotzdem besteht er darauf, dass wir heute die High School in Kijota besuchen. Also geht es um zehn Uhr los, nur eine Stunde später als geplant.  Es wundert mich, dass überhaupt jemand den Weg bis zu Schule auf sich nimmt, so schlecht sind die Straßen. Man kann es vielleicht natürliche Verkehrsberuhigung nennen. Durchgeschüttelt erreichen wir die Schule und sehen gleich: Auch hier hat es gestern geregnet. Leider war das Dach im Bereich des Lehrerzimmers nicht ganz dicht, so dass nun etliche Bücher, Kopien, Klausuren zum trocknen in der Sonne liegen.  Das gibt aber auch gleich die Möglichkeit, mal in ein paar Matheklausuren zu schauen. Ich bin beeindruckt. Ganz normales Oberstuf...

Ihanja Technical Secondary School

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Heute Abend mache ich meinem Namen wieder alle Ehre, Mr. Rainman ist wieder da. Kaum schreibe ich das, ertönt ein gewaltiger Donner und der Strom ist weg. Laptop sei dank, kann ich weiter schreiben. Unser heutiges Ziel, die ITSS, liegt nur etwa 35 km südlich von Singida. Wir waren bei den letzten zwei Besuchen auch hier. So kann man gut vergleichen, was die Veränderungen nochmal deutlicher macht. Der Besuch beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück und anschließendem Meeting. Wie immer ist die Schulleiterin Erika Munna hervorragend vorbereitet. Alle Vorgänge sind feinsäuberlich abgeheftet und wir bekommen Kopien des Rückblicks und der Planung.  Wir hatten in der letzten Förderung geholfen, das veraltete Wassersystem zu erneuern. Die Schule hat auf ihrem Gelände einen Brunnen. Der zuständige Techniker berichtet, dass der Brunnen eine Tiefe von 105 m habe. Auf 100m ist eine elektrische Pumpe versenkt. Diese schaltet automatisch ab, wenn der Wasserstand 30 m erreicht (also eine Tiefe vo...

Ein Sonntag in Itigi

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 Heute geht es schon vor dem Frühstück, das ich ohnehin bisher immer ausgelassen hatte, los in den Süden. Um sechs Uhr werde ich abgeholt und fahre mit dem General Secretary Shadrack Langu nach Itigi. Ein Ort, den ich auch noch nicht kenne.  Weil man ja so schnell die Orientierung verliert, hier mal eine Karte der bisherigen Orte: Es sind 117 km zu fahren und sonntags morgens kommt man auch ganz gut voran. Zwischenzeitlich beruhige ich mich immer mit dem Satz "er weiß, was er tut.... Wir kommen jedenfalls pünktlich zum Gottesdienst beginn an. Naja, ohne ihn hätte er eben auch nicht angefangen. :-) Noch vor der Kirche hören wir einen Chor. Im Gottesdienst sind dann vier tolle Chöre beteiligt.  Nach zwei Stunden, die keineswegs lang wirkten, stelle ich fest, dass wir noch gar nicht bei der Predigt angekommen sind. Ich kann dem gesprochenen Wort nur folgen, weil Pastor Manase Daffi für mich aus dem Swahili ins Englische übersetzt. Wieder bin ich etwas betreten, weil ich noch...

Abschlussfeier in Kiomboi

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 In Kiomboi befindet sich eine der Ausbildungsstätten für Theologen der Zentraldiözese. Das Seminar hat schon eine lange Tradition. Man kann von Gemeindehelfer:In, Evavangelist bis zum Diplom in Theologie alle Abschüsse erwerben. Der Ort liegt etwa 75 km von Singida entfernt, allerdings sind es doch etwa 2 Stunden Fahrtzeit.  Morgens um 8 Uhr brechen wir nach Kiomboi auf. Es wird ein großer Tag. Die gesamte Kirchenleitung ist vor Ort, um die Graduierung der erfolgreichen Studenten vorzunehmen.   Eine etwa 4 stündige Feier, mit Grußworten des Generalsekretärs Shadrack Langu, des Assistenten des Bischofs, Dr. Zephania Shila und des Bischofs, Dr. Syprian Hilinti bilden den Rahmen. Wobei Bischof Hilinti seine Rede mit den Worten beginnt: 'Meine Rede hat zwei Teile, der erste Teil wird von unserem Gast aus Deutschland kommen.' Ooops! Zum Glück ist es nicht mein erster Besuch in Afrika und auf sowas muss man immer gefasst sein. Und noch glücklicher ist, dass ich heute Morg...

Von Arusha nach Singida

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Aus der 600000 Einwohner Stadt geht es heute weiter in die Zentraldiözese nach Singida. Ich lerne heute, dass ich in der Diözese der Rainman genannt werde, weil es seit meiner Ankunft regnet. Irgendwie glaube ich, dass diese Glückssträhne nicht anhält. Apropos Lernen: Der Name Arusha stammt wohl von einem in der Region lebenden Massai Stamm Um zehn Uhr brechen wir auf, nur noch schnell eine SIM Karte besorgen…. Pole, pole! Schnell geht hier gar nichts. Nach einer Stunde fragt der Mitarbeiter, ob es auch ok sei, wenn die Karte nur drei Monate funktioniere?! Ich sage ihm, auch zwei Wochen wären ausreichend. Da hellt sich sein Gesicht auf und es geht danach sehr schnell. Mit Online-Zugang ausgestattet ziehen wir nun also los. Inzwischen regnet es wie aus Eimern, wir arbeiten uns durch den Berufsverkehr, Die Straße führt uns gen Süden. Bei dem Wetter scheinen mir so manche Fahrmanöver doch sehr gewagt. Wieder bin ich froh, doch nicht selbst zu fahren. Die fünf-stündige Fahrt vergeht wie im...

Angekommen

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Angekommen! Zumindest in Arusha! Der Flug war, nachdem wir Europa hinter uns gelassen haben, sehr ruhig. Alles klappte gut, so dass ich gegen 22:00 Uhr am Flughafen Kilimanjaro gelandet bin.  Sofort bildeten sich lange Schlangen bei der Passkontrolle. Ich musste aber zunächst noch zum „Visa on Arrival“ Schalter. Man muss das eVisa 72 Stunden im Voraus beantragen, das hatte ich verpasst. Nun aber stellte es sich als Glücksfall heraus: als Erster an diesem Schalter ging es ganz fix. Die 50$ hatte ich dabei und -Schwupp- war ich an der Schlange vorbei. Super. Das Gepäck stand auch schon aufgeräumt in der Gepäckhalle. Wunderbar. Doch dann kam ich zum Zoll. Das Gepäck wird durchleuchtet und dann die Frage: „Sind sie Musiker?“ „Ist das Ihr Instrument?“ „Können Sie es spielen?“ na, ein kurzes „Oh when the Saints“ überzeugte alle, dass ich sowohl für die Kirche unterwegs bin, als auch spielen kann :-) Pastor Peter Hezekiel erwartete mich direkt am Ausgang. Eine Stunde Fahrt nach Arusha, ei...